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Über das Gymnasium

Das Hans-Purrmann-Gymnasium ist ein allgemeines staatliches Gymnasium in Speyer. Seine Wurzeln reichen zurück bis in das Jahr 1841. mehr…

Fit für Social-Media: Seminar der MrWissen2go-Redaktion mit den Klassen 10b und 10e

Marvin Neumann mag nicht ganz so berühmt sein wie Rezo und Bianca Claßen von „BibisBeautyPalace“, aber er weiß sehr genau, mit welchen Mitteln und Tricks Youtuber und Influencer für Klicks und Reichweite sorgen. Fast hatte man bei seinem Videokonferenz-Vortrag am Hans-Purmann-Gymnasium den Eindruck, der „Job“ eines Youtubers ist ein erlernbares Handwerk. Ein Selbstläufer mit finanzieller Erfolgsgarantie ist er jedoch bei Weitem nicht!

Im Rahmen des Sozialkunde-Unterrichts nahmen die Klassen 10b und 10c am Donnerstag, 25.06.2020, an dem Seminar mit dem Titel „Fit für Social-Media“ teil – einer von zahlreichen landesweiten Veranstaltungen im Rahmen der „Woche für Medienkompetenz“. Die Corona-Situation hatte den ursprünglichen Planungen von Ludwig Asal (Landeszentrale für Medien und Kommunikation) und Christian Schranz (Hans-Purrmann-Gymnasium) erhebliche Änderungen abverlangt, letztlich sprach der Experte also nur via Smartboard zu den beiden Klassen, jeweils zur Hälfte im Klassensaal und zur Hälfte von zu Hause aus zugeschaltet. Und Marvin Neumann weiß wovon er spricht: Als Mitarbeiter der Firma „Objektiv Media“ arbeitet er im Hintergrund bei der Produktion der Youtube-Videos von MrWissen2go, aber auch von TV-Bekanntheiten wie Harald Lesch und Gert Scobel. „Nebenbei“ betreibt er seinen eigenen Youtube-Kanal, in dem er einmal pro Woche politische Themen erklärt und einordnet. Fast 40.000 Follower hat er, um die 15.000 Klicks erzielen seine Videos im Durchschnitt – je nach Themensetzung, Titelformulierung und Thumbnail-Gestaltung mal mehr, mal weniger. Am meisten interessierte die Schülerinnen und Schüler in beiden jeweils 90-minütigen Seminarsitzungen natürlich, wie viel man denn eigentlich als Youtuber verdient. Die Antwort klingt ernüchternd, ist aber eben auch realistisch: „Wenn man die 20 Stunden Arbeit, die in jedem zehnminütigen Video ungefähr stecken, mal umrechnet, dann liege ich ziemlich weit unter dem Mindestlohn“, ist Neumanns Antwort – die aber an vielen Stellen noch ergänzt wird: denn es geht ihm um mehr! Integrität und Glaubwürdigkeit sind wichtig, das gilt nicht nur für die Inhalte der Videos und die Seriosität der Quellen, sondern auch was Kooperationen mit Firmen, Verbänden oder Parteien angeht. Die „handwerklichen“ Tricks, mit denen man seine eigene Reichweite erhöhen kann, sind also letztlich doch kein leichter Weg zum schnellen Geld. Aber es ist wichtig, sie zu kennen, wenn man die sozialen Medien nicht nur anwenden, sondern sie auch als Verbraucher durchschauen möchte. Und mindestens ein Gebot des Youtubers Neumann gilt wohl nicht nur für erfolgreiche digitale Erklärvideos im Netz, sondern auch für den ganz normalen Unterricht im Schulalltag, der ja zum Glück nicht von klickenden Kunden abhängig ist: „Content is king!“

shra

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